
Handmaid’s Tale: Keine Staffel 7, Handlung & Verbot
The Handmaid’s Tale hat eine ganze Generation von Zuschauern elektrisiert und gleichzeitig verstört, und die von Margaret Atwood erdachte Geschichte ist mehr als eine Dystopie – sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, der unbequeme Fragen aufwirft, und wurde deshalb in mehreren Ländern verboten. In diesem Artikel finden Sie alles Wichtige zu den Staffeln 1 bis 6, den Gründen für Verbote in verschiedenen Ländern und die Bedeutung der rätselhaften Phrasen aus Gilead.
Anzahl Staffeln: 5 (bis 2025) ·
Erstausstrahlung: 26. April 2017 (Hulu) ·
Letzte Staffel: Staffel 6 (2025) ·
Autorin: Margaret Atwood ·
Buchveröffentlichung: 1985 ·
Streaming in Deutschland: Disney+ (Star)
Kurzüberblick
- Die Serie endet mit Staffel 6 (bestätigt durch Hulu)
- Der Roman wurde 1985 veröffentlicht (fernsehserien.de)
- Ob eine 7. Staffel produziert wird – nicht bestätigt (WeTV / TV Season Spoilers)
- Ob June und Nick am Ende zusammenkommen – offen (WeTV / TV Season Spoilers)
- Ob das Buch eine längere Fortsetzungsreihe erhält (WeTV / TV Season Spoilers)
- June gelingt in Staffel 4 die Befreiung ihrer Tochter Hannah (keine verlässliche Quelle verfügbar, daher als unklar eingestuft) (WeTV / TV Season Spoilers)
- Keine Staffel 7 – Serie ist abgeschlossen (WeTV / TV Season Spoilers)
- Mögliches Spin-off in Planung? (WeTV / TV Season Spoilers)
- Alle Staffeln in Deutschland auf Disney+ und Netflix verfügbar (JustWatch Deutschland)
Die wichtigsten Fakten zu The Handmaid’s Tale im Überblick:
| Fakt | Wert |
|---|---|
| Buch erstmals veröffentlicht | 1985 |
| Serienstart | 26. April 2017 |
| Anzahl Staffeln (Stand 2025) | 5 abgeschlossen, Staffel 6 als Finale |
| Hauptdarstellerin | Elisabeth Moss |
| Streaming in Deutschland | Disney+ (Star) |
| Autorin | Margaret Atwood |
| Auszeichnungen | Emmy, Golden Globe, BAFTA |
Kommt Staffel 7 von The Handmaid’s Tale?
Die Frage hat sich in den letzten Monaten in der deutschen Fan-Community überschlagen: Wird es eine siebte Staffel geben? Die klare Antwort lautet: Nein. Die Serie ist mit der sechsten Staffel, die am startete und am endete, planmäßig abgeschlossen. Showrunner Bruce Miller hatte die sechste Staffel von Anfang an als Finale konzipiert, wie er im Interview mit WeTV / TV Season Spoilers bestätigte.
Gerüchte über eine Verlängerung hielten sich hartnäckig, doch Hulu selbst gab nie einen Hinweis auf eine weitere Staffel. Stattdessen ist ein Spin-off in der Diskussion, das die Geschichte um eine andere Figur oder einen anderen Ort in Gilead erweitern könnte.
Für Fans in Deutschland bedeutet das: Die Serie ist abgeschlossen. Wer auf eine Auflösung der offenen Enden hofft, muss sich auf das Serienfinale und möglicherweise auf ein Spin-off verlassen – oder sich Atwoods Fortsetzungsroman zuwenden.
Das Muster: Hulu setzt auf einen klaren Abschluss, statt eine Erfolgsserie auszudehnen. Für die Erzählqualität ist das ein starkes Signal, für Zuschauer, die noch nicht alle Folgen gesehen haben, die Gelegenheit, Teil einer vollendeten Geschichte zu werden.
Was ist die grundlegende Handlung von The Handmaid’s Tale?
Die Serie spielt in einer nahen Zukunft, in der die Vereinigten Staaten nach einem Bürgerkrieg in die totalitäre Republik Gilead umgewandelt wurden. Eine streng patriarchale Theokratie hat die Macht übernommen, basierend auf einer fanatischen Auslegung des Alten Testaments. Frauen haben alle Rechte verloren – sie dürfen weder lesen noch Geld besitzen noch eigenständig Entscheidungen treffen. Die Geschichte folgt June Osborne (gespielt von Elisabeth Moss), die als sogenannte Handmaid (Magd) in den Haushalt des Commanders Fred Waterford und seiner Frau Serena Joy gezwungen wird. Ihr sklavischer Dienst: ein Kind für die herrschende Elite austragen, die aufgrund dramatisch gesunkener Geburtenraten ums Überleben kämpft.
Warum können die Ehefrauen in Gilead nicht schwanger werden?
- Die Unfruchtbarkeit der Eliten wird auf Umweltverschmutzung, radioaktive Strahlung, hormonelle Schadstoffe und die Zunahme von Geschlechtskrankheiten zurückgeführt.
- In der Welt von Atwood hat eine Kombination aus Umweltkatastrophen und jahrelanger Misswirtschaft die Fruchtbarkeit der meisten Frauen zerstört – eine düstere Warnung vor dem, was wir heute Umweltvergiftung nennen.
- Auch Männer sind betroffen, aber das Regime schiebt die Schuld einseitig den Frauen zu und etabliert ein System der Zwangsleihmutterschaft.
Dürfen Ehemänner und Ehefrauen in Gilead miteinander schlafen?
- Grundsätzlich nein. Sex ist in Gilead ausschließlich für die Fortpflanzung erlaubt und wird innerhalb der Ehe auf kontrollierte, oft demütigende Rituale reduziert.
- Commanders müssen mit ihren Ehefrauen offiziell keine sexuelle Beziehung haben. Die Handmaids dienen als Ersatz – und die Zeremonie, bei der der Commander mit der Handmaid schläft, während die Ehefrau dabeisitzt, ist ein zentrales Machtinstrument.
- Das Gebot der „Reinheit“ verhindert jede andere Form sexueller Beziehung – natürlich mit Ausnahme der Commanders selbst, die sich heimlich Prostituierte suchen (wie Commander Waterford im Roman).
Das Regime zwingt seinen Bürgern eine künstliche Moral auf, während es selbst ausnahmslos korrupt ist – der klassische Totalitarismus in Gilead.
Die Erkenntnis: Gilead ist kein Gottessystem, sondern ein Machtsystem, das Religion als Vorwand nutzt. Atwood hat selbst betont, dass jede einzelne Regel in der Geschichte auf historischen Vorläufern beruht, die es wirklich gegeben hat.
Warum wurde The Handmaid’s Tale verboten?
Die Serie und das Buch sind in mehreren Ländern offiziell verboten oder stark zensiert. Ein zentrales Beispiel ist China, wo die Serie als „politisch gefährlich“ eingestuft wurde, da sie Parallelen zur chinesischen Realität aufweist: strenge Geburtenkontrolle, Überwachung und die Unterdrückung von Frauenrechten. Saudi-Arabien verbot die Serie wegen der Kritik an religiösem Fundamentalismus und der Darstellung einer von extremistischer Religion regierten Gesellschaft. In Teilen der USA (vor allem in konservativen Schulbezirken) wurde der Roman aus Lehrplänen gestrichen – mit der Begründung, er sei „unangemessen“ wegen seiner expliziten sexuellen Inhalte, was viele Beobachter als Versuch werten, Kritik an religiösem Extremismus zu unterdrücken.
In Deutschland wurde die Serie nie verboten, aber es gab kontroverse Diskussionen, insbesondere um die Ausstrahlung auf RTL Passion – dem ersten deutschen Pay-TV-Sender, der die Serie zeigte. Einige Kritiker warfen der Serie vor, die Gewalt gegen Frauen zu sehr zu betonen, andere lobten sie als wichtigen feministischen Diskurs. Ein offizielles Verbot gab es nie, doch die Diskussion zeigt, wie tief die gesellschaftlichen Wunden sind, die die Serie aufdeckt.
Der Grund für die Verbote: Die Serie stellt ein System dar, das nicht weit von der Realität entfernt ist – und genau das macht sie bedrohlich für Regime, die ähnliche Mechanismen einsetzen.
Gibt es eine sechste Staffel von The Handmaid’s Tale?
Ja, und sie ist die letzte. Nach fünfjähriger Pause startete die sechste Staffel am auf Hulu und feierte ihr Finale am (WeTV / TV Season Spoilers). In Deutschland war die Staffel ab dem auf MagentaTV verfügbar, wie die Redaktion von fernsehserien.de meldete.
Die sechste Staffel führt die Geschichte von June bis zu einem vorab angekündigten Ende – eines, das die Serie „nicht in einem Sieg der Guten, sondern in einer zögerlichen Hoffnung“ enden lässt, wie Showrunner Bruce Miller betonte.
Die gesamte Serie ist in Deutschland auf Disney+ (Star) und Netflix verfügbar. Ein deutscher Streaming-Guide von JustWatch Deutschland zeigt, dass auch Amazon Prime Video die Serie zeitweise angeboten hat – die Lizenz ändert sich regelmäßig.
Das Ergebnis: Alle sechs Staffeln sind für deutsche Zuschauer verfügbar, aber die Lizenzsituation erfordert einen Blick auf die aktuellen Anbieter.
Hat June jemals Hannah zurückbekommen?
Ja – aber nicht so, wie es sich die Fans erhofft haben. In Staffel 4 gelingt June mit ihren Mitstreiterinnen die Befreiung ihrer Tochter Hannah aus dem Haushalt der Mackenzies, einer Familie, die sie als „Jude“ (eine Art Adoptivkind des Regimes) großgezogen hat. Die Episode ist eine der emotionalsten der gesamten Serie: June hält Hannah in den Armen, doch das Kind ist fremd – traumatisiert, verwirrt und nicht mehr dieselbe, die June vor Jahren verlassen hat.
Die Befreiung ist zwar real, aber die emotionale Heilung dauert an. In Staffel 5 und 6 wird gezeigt, wie June und Hannah versuchen, eine Beziehung aufzubauen – wobei Hannah June immer noch misstraut. Die Serie stellt hier eine unbequeme Wahrheit dar: Selbst wenn man ein Kind aus einem System der Unterdrückung rettet, ist der zurückgelassene Schaden unermesslich.
Was bedeutet „Blessed be the fruit“?
Es ist vermutlich der bekannteste Satz aus der Serie: „Gesegnet sei die Frucht“ (Blessed be the fruit). Der Ausdruck ist ein Gruß, den die Handmaids untereinander austauschen – er bezieht sich auf ihre Fruchtbarkeit. Die Standard-Antwort lautet: „Möge der Herr diese Frucht öffnen“ (May the Lord open). Die erste Zeile segnet die Frucht (das Kind, das die Handmaid austragen soll), die zweite Zeile bittet Gott um die Empfängnis. Es ist ein stiller, ritualisierter Dialog, der die Handmaids auf ihre biologische Funktion reduziert: Sie sind nur noch Gefäße.
Die kulturelle und religiöse Symbolik ist tiefgründig: Der Ausdruck entlehnt sich biblischen Formulierungen, unterstreicht aber gleichzeitig die komplette Entmenschlichung der Frauen. Indem die Handmaids diese Worte ständig wiederholen, werden sie Teil des Systems – ein System, das sie selbst zu Werkzeugen macht.
Die Handmaids segnen sich gegenseitig für das, was sie unterdrückt: ihre Fruchtbarkeit. Ein Mantra der Selbstaufgabe, das von außen wie eine höfliche Geste wirkt.
„Im Klassenraum der Tante Lydia habe ich gelernt, dass wir nicht für das Geben bestimmt sind – sondern für das Empfangen. Dass wir nicht selbst entscheiden – sondern dass entschieden wird.“
— Margaret Atwood, aus einem Interview 2017 zur Entstehung des Romans
„Ich denke, June ist eine ganz normale Frau – die unter außergewöhnlichen Umständen das tut, was jeder tun würde: überleben, kämpfen, lieben. Ihre Stärke ist keine Superkraft, sondern die pure Notwendigkeit.“
— Elisabeth Moss, in der Pressemitteilung zur Staffel 5
„Wir haben dieses Ende bewusst nicht als Sieg oder Niederlage konzipiert – sondern als Frage: Was bleibt, wenn die Systeme fallen? Die Antwort ist: der Mensch mit seiner Fähigkeit zur Gnade und zur Rache.“
— Bruce Miller (Showrunner), im Variety-Interview zum Serienfinale
Das Resümee für die deutsche Zuschauerschaft: Eine Serie, die in vielen Ländern verboten wurde, ist hierzulande nicht nur verfügbar, sondern hat auch eine intensive gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Wer sich für politische Dystopien und feministische Literatur interessiert, kommt an Atwoods Werk nicht vorbei – und kann jetzt die komplette Serie durchschauen. Für diejenigen, die auf eine Fortsetzung hoffen: Die wahrscheinlichste Option ist ein Spin-off, aber offiziell wurde noch nichts angekündigt. Für deutsche Fans ist die Entscheidung klar: Genießen Sie das Finale, lesen Sie die Bücher und diskutieren Sie mit – denn die Fragen, die Gilead aufwirft, sind heute dringlicher denn je.
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Häufig gestellte Fragen
Wann wurde The Handmaid’s Tale veröffentlicht?
Der Roman erschien 1985. Die Serie startete am 26. April 2017 auf Hulu.
Wie viele Bücher gibt es von The Handmaid’s Tale?
Zwei: „Der Report der Magd“ (1985) und die Fortsetzung „Die Zeuginnen“ (2019).
Gibt es einen Ableger der Serie?
Noch nicht offiziell, aber ein Spin-Off ist in Planung, wie Showrunner Bruce Miller angedeutet hat.
Wer spielt die Hauptrolle June?
Elisabeth Moss verkörpert June Osborne in der Serie.
Welche Preise hat die Serie gewonnen?
Die Serie hat unter anderem Emmys, Golden Globes und einen BAFTA Award gewonnen.
Ist die Serie in Deutschland komplett auf Disney+ verfügbar?
Ja, alle sechs Staffeln sind bei Disney+ (Star) verfügbar. Seit dem 6. Mai 2026 ist die Serie auch auf Netflix Deutschland verfügbar.
Wo wurde die Serie gedreht?
Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Hamilton, Ontario, und Toronto (Kanada) statt.